Auf nach S. Garberg

Der 2. Tag

Durch den fortdauernden Regen war die Nacht recht kühl und es sind einige Tiere um unser Zelt geschlichen. Aber davon lassen wir uns nicht entmutigen. Also nahmen wir unser erstes Trekkingfrühstück, bestehend aus Milchpulver, Müsli, Tee und einem Keks zu uns. Danach bauten wir das Zelt ab und packten unsere restlichen Sachen in die Rucksäcke. Unsere erste Route sollte uns auf dem Siljansleden nach S. Garberg führen. Das Wetter war uns nicht wohlgesonnen, so war es tagsüber trüb und mit Schauern durchsetzt. Dennoch brachen wir hochmotiviert auf. Der erste Teilabschnitt führte uns auch gleich vor Augen was wir die nächsten Tage zu erwarten hatten. Und zwar Wasser, Wasser und noch mehr Wasser. Dabei war der Regen noch das kleinere Übel. Der Wanderweg hatte sich stellenweise in einen Bach oder gar in einen Sumpf verwandelt. Anfangs hatten wir noch die Hoffnung, dass nur ein Teil der Strecke so aussehen würde, was sich leider im Nachhinein als Irrtum herausstellte. Dementsprechend schnell genossen unsere Füße eine durchgehende Wässerung =).

Der folgende Streckenabschnitt zeigte uns eine weitere Spielart des Siljansleden, welche uns die nächsten Tage begleitete. Und zwar ging es bergauf. Ich hatte zwar im Vorfeld gelesen, dass es teilweise 400 Höhenmeter zu überwinden galt, allerdings dachte ich nicht, dass wir diese auch an einem Stück zu bewältigen hatten.

Gegen Mittag erreichten wir Rostberg. Den auf der Karte verzeichneten Windschutz fanden wir allerdings nicht, darum musste uns ein Dachüberstand einer Sommerhütte genügen. Dort füllten wir unsere Energiereserven wieder auf und warteten einen heftigen Regenschauer ab. Danach ging es gut gelaunt der restlichen Strecke entgegen, welche, wer hätte es gedacht bergauf und danach durch einen Sumpf führte. Planken suchte man in diesen Sumpf vergebens und wenn es widererwarten doch welche gab, waren dieses grundsätzlich 3m zu kurz und endeten in einem Sumpfloch. Für unsere Füße machte das allerdings schon lange keinen Unterschied mehr aus =). Kurz bevor wir S. Garberg erreichten, durften wir den Vorzug einer „Straße“ genießen. Diese Freude währte nicht lange, denn der Wegweiser zeigte schon nach wenigen Hundertmetern wieder in den Wald. Dieser Wegweiser hatte noch eine weitere Überraschung parat, denn er zeigte nicht nur in den Wald sondern auch geradewegs durch einen breiten Bach. Nachdem wir auf der anderen Seite mit frisch getränkten Füßen ankamen, mussten wir noch ein letztes Hindernis bewältigen bevor wir S. Garberg erreichten. Schon recht erschöpft vom „ständigen Füße aus dem Schlamm ziehen“, schleppten wir uns den Bergpfad, welcher eher einem Bach glich, zum Shelter hinauf.

Damit war das Tagesziel nach 17km erreicht.

Ein Shelter ist eine schwedische Wanderhütte mit Holzbänken zum Schlafen und einer Feuerstelle/ Kamin in der Mitte. Hier trockneten wir unsere nassen Sachen und Schuhe und sammelten Kraft für die nächste Etappe.

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