Wo bitte schön liegt Malibambo?

Der 3. Tag

Wir verbrachten eine sehr kuschelige Nacht im Shelter vom S. Garberg. Doch wer lange rastet, der rostet =), also machten wir uns nach einem ausgedehnten Frühstück und dem obligatorischen Rucksackpacken auf den Weg. Ziel der heutigen Tagesetappe ist das 18 km entfernte Shelter Malibambo.

Das Wetter war uns auch heute nicht sonderlich hold, so wurden wir gleich zu Beginn mit einem Regenschauer begrüßt. Unser Start in Tag musste also anderweitig versüßt werden. Dies geschah in Form einer Straße der wir ungefähr 1,5 km torckenen Fußes folgen durften. Danach ging es wieder ab in den Wald wodurch die nassen Füße nicht lange auf sich warten ließen.

Der weitere Verlauf des Tages lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Wir wanderten von S. Garberg über Fulaberg nach Amberg, wo wir unsere erste Rast einlegten. Danach gings am Leksberget vorbei  durch den Wald nach Siljansfors. Beim Siljansfors handelte es sich um ein Waldmuseum (Skogsmuseum). Hier verbrachten wir unsere zweite Rast und fragten uns wozu man ein Waldmuseum braucht, wo der Wald doch ständig präsent ist.

Inzwischen hatte die Sonne doch etwas Mitleid und erwärmte unsere erschöpften Körper mit ihren Strahlen. Vor uns lagen noch geschätzte 6 km und laut Karte 3 Straßenüberquerungen.

Mittlerweile merkte man uns die Strapazen der letzten Tage an, denn unser Körper forderte mehr und mehr Pausen ein. Diesem Wunsch gingen wir immer dann nach, wenn wir wieder eine der Waldstraßen ereichten. Diesen Straßen waren außerdem ein wichtiger Motivationschub. Nachdem wir die 3te Waldstraße gefunden hatten, waren wir noch guter Dinge gleich um die Ecke das Shelter anzutreffen. Allerdings hatte uns die Karte einen üblen Streich gespielt, denn auf ihr waren nicht alle Waldstraßen eingezeichnet, dementsprechend waren wir auch noch nicht soweit, wie wir angenommen hatten.

Unterdessen war es auch schon ca 17 Uhr und ein Shelter weit und breit nicht in Sicht.
Wir traffen unterwegs nur auf eine verfallene Hütte in welcher schon kleine Tannen wuchsen. Unsere Laune näherte sich langsam aber sicher dem Tiefpunkt. Erheiternde Momente gab es dennoch, denn Susi und ich mussten regelmäßig auf Udo warten, welcher Augenblicke später mit blauen Fingern zu uns aufschloss. Während wir Mädels nur noch den Wunsch hatten anzukommen, genoss Udo die Heidelbeeren in Hülle und Fülle =). Gegen 19 Uhr beschlossen wir an der nächsten Wegkehre unseren Kocher auszupacken, da Susi der große Hunger plagte und wir nicht genau wussten, wie weit wir noch zu wandern hatten. An der Wegkehre angekommen lachte uns keine 200 m entfernt das Schild mit der Aufschrift Malibambo entgegen.

Wir waren endlich da… *wenn ich gekonnt hätte, hätte ich Luftsprünge gemacht*

Doch vor dem Vergnügen steht bekanntlich die Arbeit. So musste Wasser geholt, Holz gesägt und gehackt, sowie ein gemütliches Feuer entzündet werden. Danach ließen wir uns unsere wohlverdiente Mahlzeit richtig schmecken. Trotz der Müdigkeit machten Susi und ich einen kleinen Abstecher zum nahegelegenen See um ein Bad mit Blick auf einen wunderschönen Sonnenuntergang zu nehmen, wodurch alle Schmerzen wie weggeblassen waren.Dennoch waren wir froh als wir endlich bei prasselnden Feuer in unseren Schlafsäcken lagen.

Gute Nacht!

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