Tag 3: Budapest und eine Portion Blasen

Nach einer erholsamen Nacht im Hostel ging es erstmal wieder zum Bahnhof, wo wir die Reservierungen für den Nachtzug tätigten. Aber bevor wir das tun konnten, mussten wir Nummern ziehen. Hallo Bürokratie! Danach ging es zurück zum Hostel, da wir endlich kurze-Hosen-Wetter hatten. Was für ein Kontrast zum gestrigen Tag.

Als nächstes wurde, wer hätte es gedacht, die Stadt unsicher gemacht. Wobei wir größtenteils der Route folgten welche uns der Host genannt hatte. Also am jüdischen Viertel mit der Synagoge vorbei bis zur Straße, die aussieht wie die in Paris (Champs-Élysées). Diese führte zum Platz der Helden, wo berühmte Herrscher und Staatsmänner dargestellt sind. Dahinter liegt der City-Park, wo wir uns erstmal auf der Wiese breit machten und unsere müden Knochen ausstreckten. Im City-Park befindet sich auch ein Schloss (Burg Vajdahunyad), welches aussieht als wäre es verwunschen. Mit der ältesten Metro Europas ging es zurück ins Zentrum und von da am wohl schönsten Parlament vorbei zur anderen Seite der Donau, auf dessen Hügel der Königspalast und die Mathias Kirche stehen. Beides von einer sehr hübschen Altstadt umgeben. Bei der Mathias Kirche hat man wohl die atemberaubendste Aussicht über den Stadtteil Pest.

Auf deren Seite kehrten wir auch kurzzeitig zurück, bevor wir nach einem ausgiebigen Essen wieder den Fluss kreuzten um auf den Gellert-Berg zusteigen, von dem ein Herrscher mit 100 Nägeln bearbeitet und samt dem Fass den Berg hinuntergestossen wurde. Gegen 19 Uhr kamen wir dann total platt auch wieder im Hostel an, wo wir den Tag über unsere Sachen deponieren durften und gönnten uns nochmal eine ausgiebige Dusche. Danach verbrachten wir mit den anderen Hostelgästen die restliche Zeit bis unser Nachtzug nach Belgrad ging.

Am Bahnhof standen wir uns dann erstmal die Beine in den Bauch, denn die Anzeigetafel wollte uns nicht das Gleis anzeigen. Kurz vor halb 12 war es dann aber endlich soweit. Wir bezogen das erste Mal einen Liegewagen. Wir teilten uns das Abteil mit zwei Schweizern, welche schon seit drei Wochen unterwegs waren. Doch schon nach einer relativ kurzen Zeit lagen wir schon in den Betten (jede andere Haltung ist auch relativ unbequem ;)) und händigten der Schaffnerin unsere Interrailtickets aus, welche wir am Morgen wiederbekamen.

Anfangs war das Klackern der Schienen und die hin und wieder auftretende Schwerkraft, die einen gegen die Wand drückte, gewöhnungsbedürftig. Doch am Ende schliefen wir den Schlaf der Gerechten.

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