Klettern in der Sächsischen Schweiz

Du hast schon viel über das Klettern in der Sächsische Schweiz gehört. Oder steht es gar auf deiner To-Do-Liste?  Vielleicht ist dir dieses schöne Fleckchen Erde auch vollkommen unbekannt?

Völlig egal zu welcher Kategorie du gehörst. Du musst es einfach mal mit den eigenen Augen gesehen und unbedingt mit den Händen angefasst haben! Die Sächsische Schweiz ist eines der schönsten Klettergebiete der Welt. Hier bei uns können alle Geschmäcker auf ihre Kosten kommen und gerade das ist einzigartig.

Zu finden ist die Sächsische Schweiz wie der Name schon vermuten lässt in Sachsen, dem östlichsten aller deutschen Bundesländer. Die Sächsische Schweiz ist dabei der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges und liegt südöstlich von Dresden entlang der Elbe. Die Landschaft ist geprägt durch diverse freistehende Sandsteinfelsen. Beliebte Ausflugsziele für Einheimische und Touristen gleichermaßen ist die Festung Königstein und die Bastei bei Rathen.

Insgesamt gibt es 6 Klettergebiete mit ca. 1100 frei stehenden Sandsteinfelsen wo man sich nach Lust und Laune austoben kann:

– Wehlener Gebiet, Rathener Gebiet, Brandgebiet*
– Gebiet der Steine*
– Schrammsteine, Schmilkaer Gebiet
– Affensteine, kleiner Zschand*
– Großer Zschand, Wildensteiner Gebiet, Hinterhermsdorfer Gebiet*
Bielatal, Erzgebirgsgrenzgebiet

Leider sind momentan  *4 der 6 Kletterführer vergriffen. (Stand 12.2.2014)

Doch bevor ihr euren Rucksack sschnürt und einfach drauf losklettert, gibt es ein paar Besonderheiten die man über das Sächsische Klettern wissen sollte!

Die Sächsische Schweiz ist kein typisches Sportklettergebiet. Durch Bohrhaken abgesicherte Routen sucht ihr hier vergebens. Die Ringabstände betragen hier gut und gerne mal 5 – 10 Meter, wenn überhaupt Ringe in der Wand zu finden sind. Selbstabsichern ist hier die Devise. Und das geschieht nur mit Schlingen, die durch Sanduhren gefädelt und durch Knoten, die in Rissen versenkt werden. Die Sächsische Kletterregeln besagen außerdem, dass die Anwendung chemischer Hilfsmittel, wie Magnesia untersagt ist. Das Regelwerk dient zum Schutz des empfindlichen Sandsteines und erzeugt ein weltweit einzigartiges Klettergefühl.

Woran erkennt man einen sächsischen Kletterer? – Er ist behängt wie ein Weihnachtsbaum.

Weitere Besonderheiten sind noch neben der sächsischen Schwierigkeitsskala von I bis XII, Sprünge und sogenannte Baustellen.

Sprünge: Man springt von einem Massiv oder einem Klettergipfel auf einen anderen Klettergipfel. Dies zählt für sich alleine schon als Kletterweg und wird mit einer eigenen Schwierigkeitsskala von 1 bis 6 angegeben.

Wer nicht Klettern kann, der springt. Oder auch: Wer klettert, der kann nicht springen. 

sächsische Sprichwörter und lieb gemeinte Sticheleien

Sprung Bielatal
Jungfernsprung am Castello und Burgenerturm

Bauen: Die „Baustellen“ werden zur Überwindung  von besonders schwierigen Stellen genutzt. Dabei nutzt der Kletterer eine oder mehrere Personen als sogenannte Trittleiter, wobei diese sich nur an natürlichen Haltepunkten festhalten dürfen.

Kein Wunder das viele sagen: „Die Spinnen die Sachsen“.

Übrigens auch der Titel eines der Bücher Peter Brunnerts. Kletterer und Buchautor diverser Kletterbücher. Liebt ebenfalls das Sächsische Klettern.

Stolz sind wir außerdem auf die „Geschichte des Kletterns in der Sächsischen Schweiz„. Den die Sächsische Schweiz gilt als eines der ältesten Klettergebiete überhaupt und ist die „Wiege des Freikletterns“. Hier hat sich Kurt Albert die Inspiration zum sogenannten „Rotpunktklettern“ geholt.

Quasi ohne uns würdet ihr immer noch mit Trittleitern und Haken an den Felswänden dieser Welt rumturnen 😉

Was für mich aber letztendlich den Charme des sächsischen Kletterns ausmacht, ist das oben ankommen. Das Verschnaufen auf dem Gipfel während man barfuß die echt tolle Aussicht genießt und einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Dazu gehört auch der traditionelle Eintrag ins Gipfelbuch, der sagt, ich war hier, ich habe es geschafft und der Nachwelt immer erhalten bleiben wird.

Gemütlich

Probiert es doch auch  einmal aus. Ihr werdet es nicht bereuen!

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